Südwestfalen, Region der Weltmarktführer. Längst hat diese Beschreibung die Wirtschaftsregion weit über die Grenzen Nordrhein-Westfalens bekannt gemacht. Dank seiner starken, vom produzierenden Gewerbe geprägten, mittelständischen Industriebetriebe, ist Südwestfalen die drittgrößte Industrie-Region Deutschlands. Über 150 Weltmarktführer besetzen dabei mit ihren Produkten unternehmerische Nischen, die sie in ihrem Bereich zu den Besten auf dem Globus machen.

Stete Produktweiterentwicklungen gehören für alle Unternehmen zum Alltag, dennoch fehlen vielerorts die dringend notwendigen Ressourcen für technologische Entwicklungssprünge. Zudem zählen die Unternehmen der Region selten zu den hoch oder überdurchschnittlich digitalisierten Branchen. Deutschlands Großkonzerne können sich auf große Entwicklungsabteilungen stützen, die die digitale Zukunftsfähigkeit sicherstellen und stetig weiterentwickeln. Das gelingt in Südwestfalen noch nicht überall. „Dabei zu helfen, diese digitale Zukunftsperspektive auch für unsere Region zu schaffen, hat sich die Fachhochschule Südwestfalen zur Aufgabe gemacht“, erklärt Prof. Dr. Ewald Mittelstädt von der Fachhochschule Südwestfalen. Im Rahmen des Studiengangs ´International Management with Entrepreneurship` konnte die FH eine hohe Bereitschaft von Studenten zur Gründung von Start-Up-Unternehmen erkennen. „Die Gründungsideen sind hoch technologisch geprägt und entwickeln eng am Megatrend der Digitalisierung innovative Gründungsideen“, so Mittelstädt weiter, der am Standort in Meschede intensiv das Gründungsgeschehen fördert und bei Fragen die Existenzgründer berät.

Um mehr Start-Up-Unternehmen in die Region zu holen, die für die Entwicklung der südwestfälischen Wirtschaft von besonderer Bedeutung sind oder werden können, suchte Mittelstädt nach Netzwerkpartnern, die diese Erkenntnisse für die Region nutzbar machen können – und fand diesen Partner mit den Stadtwerken Arnsberg. Sie konnten bereits im Jahr 2016 mit dem campus Stadtwerke Arnsberg eine Innovations- und Kommunikationsplattform einweihen, die sich ebenfalls mit den Fragen der Digitalisierung beschäftigt und mittlerweile über mehr als 60 Fach- und Kooperationspartner verfügt, die den campus zu einem bundesweit beachteten Kompetenzzentrum entwickelt haben. „Eines der Kernziele der neuen NRW-Landesregierung ist es, gründerfreundliche Rahmenbedingungen im Land zu schaffen. Deshalb haben sich die Fachhochschule Südwestfalen und der campus der Stadtwerke Arnsberg zusammengeschlossen, um die Entwicklung von jungen Gründern zu beschleunigen, deren Unternehmensentwicklung zu stärken, und sie mit den Unternehmen der Region zu vernetzen“, betont Karlheinz Weißer, Geschäftsführer der Stadtwerke Arnsberg.

Eines der ersten Projekte für junge Gründer fand jetzt im campus in Arnsberg mit einer Start-Up-Konferenz statt. Dabei präsentierte Prof. Mittelstädt seinen Studiengang und beide Partner stellten ihre gemeinsamen Projekte vor. „Hier konnte sich unser campus erneut als optimale Begegnungsstätte für Gründer und mittelständische Unternehmen aus der Region auszeichnen“, so Weißer weiter. Zentrale Themen der ersten Start-Up-Konferenz waren die Vernetzung von nationalen und internationalen Gründern mit der heimischen Wirtschaft, technische Innovationen im Bereich Digitalisierung, Energieeffizienz, Windkraft und Nachhaltigkeit.

Die Bedeutung einer gründerfreundlichen Kultur in Nordrhein-Westfalen wurde durch den Besuch eines hochrangigen Vertreters der Landesregierung deutlich. Im Rahmen der Start-Up-Konferenz informierte sich Staatssekretär Dr. Patrick Opdenhövel aus dem Ministerium der Finanzen des Landes Nordrhein-Westfalen über die Aktivitäten und tauschte sich aktiv mit den Gründern aus. „Die Fachhochschule Südwestfalen und der campus der Stadtwerke Arnsberg haben weitere Konferenzen und Aktionstage zur Stärkung von Start-Ups in der Region vereinbart“, so Prof. Dr. Mittelstädt. Beide Seiten freuen sich über einen gelungenen Start der Zusammenarbeit und wollen den südwestfälischen Unternehmen helfen, die Herausforderungen des Digitalzeitalters mit kompetenten Partnern in Angriff nehmen zu können.

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