Im Gespräch mit Friedrich Koch: Interview mit einem Bömighäuser Original

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Im Gespräch mit Friedrich Koch: Interview mit einem Bömighäuser Original

Zeiten ändern Einiges, aber nicht Alles, möchte man sagen. Und das ist an dieser Stelle kein Ressentiment gegen Fortschritt und eine Hommage auf die Vergangenheit. Nein, vielmehr hilft es, Manches einfach besser zu verstehen. Will man so manchen Zusammenhang und Organisation im Landkreis Waldeck Frankenberg verstehen, so hilft oftmals ein Gespräch. Der langjährige Gemeindevertreter Frieder Koch aus Bömighausen weiß einige dieser Zusammenhänge trefflich zu erklären:

Friedrich Koch steht für vieles, was sich im Upland seit dem Ende des zweiten Weltkriegs positiv entwickelt hat. Bis zu seinem 70. Geburtstag blieb er seiner Tätigkeit als Vermögens- und Anlageberater treu.

Ein Mann mit vielen Talenten

Doch ist es die Vielfalt an Engagements, die Friedrich Koch auszeichnet. Den Vorbehalt, als Ansässiger im Ort in einem Verein tätig zu sein, erfüllt Koch mit links. Bis 1968 fuhr er zum Nachbarverein aus Usseln, um dort zu Kicken, noch heute ist er dem Fußball durch seine vier Enkel verbunden. Seit 1960 ist der ehemalige Ortsvorsteher (1985-2001) im heimischen Schützenverein tätig. Ebenfalls bis ins neue Jahrtausend (seit 1989) hatte Koch den Fraktionsvorsitz seiner Partei im Gemeinderat, als Vorsitzender des Schützenvereins folgte Friedrich Koch auf Fritz Behlen bis ins Jahr 2003. Ebenfalls einen Vorstandsposten bekleidet Friedrich Koch im Bömighäuser Verkehrsverein, in dem seine Frau den Vorsitz hat. Vergleichsweise neu kommt daher seine Tätigkeit im Waldeck Frankenberger Kreistag (seit 2011).

Ehrenamt als Fundament

Dass dem Bömighäuser das Ehrenamt daher als wichtig gilt, wäre untertrieben. „Für eine Vielzahl der Angebote, die wir hier in der Gemeinde stemmen können, braucht es zwei Dinge: Zum einen sind es Menschen die sich kümmern, weil sie für sich das richtige tun wollen. Auf der anderen Seite ist es wichtig, dass diesen Menschen auch die entsprechenden Ressourcen zur Verfügung gestellt werden. Dies gelingt in der Gemeinde Willingen (Upland) zu großen Teilen, ist aber alles andere als selbstverständlich“, weiß der Bömighäuser, der sich in der Heimat auch gut aufgehoben fühlt. „Im Gegenzug dazu, und unentgeltlich, bekommen die Engagierten ihren Platz in der Gemeinschaft ganz automatisch. Den haben sie natürlich hier so oder so, das Ehrenamt wird hier aber von allen Seiten hoch geschätzt, weil es das Fundament für die Menschen auf dem Land im Zusammenleben darstellt.“

 

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