Winterausgabe von „Südsauerland – Heimatstimmen aus dem Kreis Olpe“ erschienen

Neues über Geschichte und Landschaft

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Das Titelbild der aktuellen Ausgabe: Akten aus Entnazifizierungsprozessen (Foto: Kreisheimatbund)
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Mit der neuen Ausgabe von „Südsauerland“ beendet der Kreisheimatbund Olpe seine diesjährige Titelserie „75 Jahre Ende Zweiter Weltkrieg“. Die Umschlagseiten sind dem Thema „Entnazifizierung“ gewidmet. Hans Bode Thieme zeigt an Beispielen auf, wie auch im Kreis Olpe engagierte Nationalsozialisten höchstens für kurze Zeit von der Bildfläche verschwanden und sich schon bald wieder als Lehrer oder höhere Beamte betätigen konnten.

Walter Stupperich beschreibt Kriegsschicksale anhand von Gefangenenbriefe Oberveischeder Familien und gibt damit Einblicke in die letzten Kriegs- und ersten Nachkriegsjahre. Aus der Sicht eines Zehnjährigen schildert Heinz Schneider die ersten Monate des Jahres 1945 in Gipperich bei Drolshagen, insbesondere den Einzug der Amerikaner. Günther Gröger, der in Niederschlesien aufwuchs, berichtet, wie er als Elfjähriger den Einmarsch der Roten Armee und die Vertreibung erlebte, anschließend die ersten Jahre in Notunterkünften verbachte und schließlich nach seiner Ausbildung zum Volksschullehrer eine neue Heimat im Kreis Olpe fand. Ulrich Rauchheld zeigt das Schicksal des Franz Peters aus Bilstein auf, der 1941 als 22-jähriger in Hadamar ermordet wurde. In seinem Heimatort wird mit einem Stolperstein an ihn erinnert.

Für die thematische Breite sorgen zahlreiche weitere Beiträge zur Geschichte und Landschaft im Kreis Olpe: In einer kompakten Chronik gibt Bruno Heide einen Überblick über die Geschichte des Meggener Bergbaus. Gabriel Isenberg präsentiert in ähnlich straffer Form sein Orgelinventar für den Kreis Olpe.

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Man sollte sie (er)kennen: Die Tollkirsche, Giftpflanze des Jahres 2020. Im Kreis Olpe kommt sie im Raum Attendorn – Grevenbrück vor. (Foto: Kirsch-Stracke)

Drei Beiträge widmen sich den bundesweit gekürten Naturwesen des Jahres 2020 und ihren Vorkommen im Südsauerland: Roswitha Kirsch-Stracke stellt die Tollkirsche als Giftpflanze und Sabine Venema den Brombeerzipfelfalter als Schmetterling des Jahres vor. Antonius Klein richtet den Blick auf das fast vergessene Nutztier des Jahres 2020: Den Westerwälder (auch Siegerländer) Kuhhund: Bis in die 1960er Jahre begleitete er auch im Kreis Olpe die Hirten mit ihren Kuhherden durch die gemeinschaftlichen Weidekämpe, Heiden und Hauberge.

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Bis in die 1960er Jahre begleitete der „Westerwälder Kuhhund“ die Hirten mit ihren Kuhherden durch die gemeinschaftlichen Weidekämpe – 2020 wurde er zur Gefährdeten Nutztierrasse des Jahres gekürt (Foto: Christel Simantke)

Weitere Beiträge beziehen sich auf die im September durchgeführte Jahresmitgliederversammlung des Kreisheimatbundes in Wenden-Schönau. Josef Rave und Klaus Schulte geben einen Überblick über die Versammlung, bei der Andrea Arens aus Olpe zur neuen Ersten Vorsitzenden gewählt wurde. Christoph Henrichs wirft einen Blick zurück auf die Arbeit von Roswitha Kirsch-Stracke, die ihr Amt als Erste Vorsitzende nach zwölf Jahren abgegeben hat. Josef Rave würdigt acht Jahre Vorstandsarbeit von Doris Kennemann.

Die diesjährigen Preisträger des Wettbewerbs „Heimat lebt!“ Marie Sprenger, Mike Warnecke und Matthias Rosenthal werden gewürdigt. Rosenthals Beitrag „Gedemütigt – verschwiegen – vergessen“, der sich mit dem Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses und seinen Opfern im Kreis Olpe befasst, ist in der aktuellen Folge zu lesen.

In einem Nachruf erinnert Monika Löcken an Lidwina Cordes, Wendener Hütte, zu deren Vermächtnis allein 80 Gedichte in Wendsch Platt gehören.

Otto Höffers Funde und Hinweise aus dem Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, die „Heimatchronik“ für das dritte Quartal 2020 von Hans-Werner Voß, Buchbesprechungen und Veranstaltungshinweise ergänzen die aktuelle Folge.

Die Redaktion der „Heimatstimmen“, Klaus Schulte in Lennestadt-Maumke, heimatstimmen@schulte-k.de, Tel. 02721/138 0268, nimmt gerne Text- und Bildbeiträge zur Heimatforschung entgegen.

Die Zeitschrift des Kreisheimatbundes Olpe erscheint viermal im Jahr zum Preis von 4 € und ist erhältlich im Buchhandel (Altenhundem: Hamm, Attendorn: Frey und Hoffmann, Drolshagen: Buchhandlung Am Markt, Elspe: Görg, Finnentrop: Buchhandlung Am Rathaus, Olpe: Bücherstube Hachmann, Wenden-Gerlingen: Leseratte).

In den meisten Buchhandlungen sind derzeit Bestellungen telefonisch oder per E-Mail möglich, die dann ausgeliefert oder zugesandt werden. Ebenso kann die neue Folge in der Geschäftsstelle des KHB im Kreisarchiv Olpe bestellt werden: E‑Mail d.clemens@kreis-olpe.de, Tel. 02761/81 593.

Die Geschäftsstelle hält auch Abonnement-Gutscheine für die „Heimatstimmen“ bereit. Hier können außerdem ältere Ausgaben Zeitschrift sowie alle Bücher aus der „Schriftenreihe des Kreises Olpe“ und der Schriftenreihe „Jüdisches Leben im Kreis Olpe“ bezogen werden.

Weitere Informationen zum Verein und zu seinen Veröffentlichungen und Veranstaltungen unter: www.kreisheimatbund-olpe.de.

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