Firma Franz Funke feiert 100-jähriges Bestehen

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Die Firma Franz Funke feierte am Freitag mit einem großen Festakt ihr mittlerweile 100-jähriges Bestehen. Alles begann 1919 mit der Gründung des Unternehmens durch den Gastwirt Franz Funke in den Räumlichkeiten eines Gasthofs im Stadtkern Sunderns – und zwar auf einer Kegelbahn. Zunächst wurden nur Eisennägel und Holzkisten hergestellt, kurz darauf folgte die Erweiterung um Schraubhaken für Gardinenstangen sowie pressblanke Schrauben aus Stahl und Messing mit angeschlossener kleiner Galvanik. „Die Entwicklung der Firma Franz Funke von den ersten Versuchen auf der Kegelbahn bis hin zur Integration der letzten Anlage, eines modernen 6-Spindlers zur Fertigung hochpräziser Drehteile, ist bis heute eine absolute Erfolgsgeschichte“, zeigt sich Geschäftsführer Till Wasner über die Entwicklung innerhalb eines Jahrhunderts stolz.

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Geschäftsführer Till Wasner auf der Feier des 100-jährigen Firmenjubiläums

Zahlreiche Gratulanten aus der heimischen Wirtschaft hatten sich im Festzelt „Am gelben Berg“ in Sundern-Westenfeld eingefunden. Am Festakt nahmen neben dem Arnsberger Regierungspräsident Hans-Josef Vogel, Sunderns Bürgermeister Ralph Brodel sowie Landrat Dr. Karl Schneider als Gratulanten fast 150 Gäste aus dem großen Netzwerk von Kunden, Lieferanten und Partner-Unternehmen teil. „100 Jahre alt zu werden – das schaffen in Deutschland nur zwei Prozent der Unternehmen überhaupt“, so Vogel. Der Regierungspräsident referierte eindrucksvoll über die Zukunft für die heimische Wirtschaft im ländlichen Raum und appellierte dabei vor allem an die Politik, die nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen. „Eine Firma in der Garage zu gründen, so wie Apple – das kann doch jeder! Eine auf der Kegelbahn zu gründen, das gibt es nur im Sauerland“, beglückwünschte Bürgermeister Brodel launig die Jubilare von Funke.

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Nach dem offiziellen Teil am Vormittag konnte anschließend die Fertigung des Betriebes besichtigt werden. Auch die enge Verbindung zu lokalen Vereinen und Organisationen liegt Funke besonders am Herzen: So ist fast selbstverständlich, dass die Bigband des Gymnasiums die offizielle Feier und der Musikverein Westenfeld die abendliche Betriebsfeier musikalisch gestalteten. Die örtliche Feuerwehr, der Schützenverein und die Nachbarn im Westenfelder Gewerbegebiet „Am Gelben Berg“ unterstützten ebenfalls tatkräftig.

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Die BigBand des Sunderner Gymnasiums sorgte für feierliche Stimmung.

Ein wichtiger Meilenstein in der bewegten Unternehmensgeschichte war die Veräußerung der Geschäftsanteile an die GESCO AG im Jahre 1995 aufgrund fehlender Nachfolge in der Familie Funke. „Unser Gesellschafter hat mit seinen Möglichkeiten die Entwicklung der Firma maßgeblich unterstützt“, lobt Wasner rückblickend. Auch Ralph Rumberg, Vorstandssprecher des GESCO AG, blickte zufrieden auf Funke: „Diese Übernahme zeigt als tolles Beispiel, wie die GESCO Unternehmen im Rahmen der Nachfolge sehr erfolgreich weiterentwickelt und dabei deren Kern, das Mittelständische und die Verantwortlichkeit direkt vor Ort, beibehält“, lobte er.

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Auf mehr als 25 Automaten zerspant Funke heute im Dreischichtbetrieb jährlich fast 5.000 Tonnen NE-Metalle, vornehmlich Buntmetalle (Messing, Rotguss und weitere) sowie Aluminium. Daraus werden kundenspezifische Präzisionsdrehteile, wie feinste und hochpräzise Bauteile von Trinkwasser- und Heizungssystemen, medizinischen Geräten oder Elektroniksystemen, am heimischen Standort gefertigt. Die Vielfalt des Maschinenparks stellt sicher, dass jedes Werkstück auf genau dem Automaten bearbeitet wird, der dem Kunden ein Optimum aus Qualität, Durchlaufzeit und Kosten bietet.

Text: Simon Engels

Bilder: Simon Engels und Julia Bankstahl

 

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