HAST DU DICH SCHON MAL GEFRAGT, WOHER WEIHNACHTSBÄUME KOMMEN? VOM BAUMKLETTERER ÜBER DIE BAUMSCHULE BIS ZUM BAUM-FRISÖR: HIER ERFÄHRST DU, WAS ALLES PASSIEREN MUSS, DAMIT DEIN WEIHNACHTSBAUM SO SCHÖN WIRD!
Die Samen stecken in den Zapfen. Und die kommen aus dem Kaukasus. Das ist ein Gebirge zwischen Asien und Europa. Baumkletterer pflücken dort die Zapfen ganz oben in den alten Nordmanntannen. In Säcken kommen die Zapfen nach Deutschland zu den Baumschulen.
In den Baumschulen entstehen aus den Samen kleine Bäume. Im Gewächshaus wachsen sie ganz langsam. Mit drei Jahren reichen dir die Bäumchen nicht einmal bis zum Knie.
Im Herbst werden die Bäumchen mit drei Jahren dann eingepflanzt. Der Trecker zieht die Pflanzmaschine. Dort sitzt ein Helfer und setzt die Bäume in die Erde. Immer mit einem Meter Abstand, ganz gerade und ordentlich. Dahinter läuft noch jemand und tritt die Erde neben den Pflanzen fest.
Die meisten Tannen bleiben, bis sie zehn Jahre alt sind. Dann sind sie etwa zwei Meter hoch. So passen sie noch bequem unter die Zimmerdecke.
WIE WIRD DER BAUM BESONDERS SCHÖN
Der Baum wächst zwar von allein. Doch damit er zum perfekten Weihnachtsbaum wird, ist viel Handarbeit nötig.
Bäume beim Frisör: Sind die Bäume fünf Jahre alt, bekommen sie ihren ersten Schnitt verpasst. Es geht einmal rundherum mit der Akku- Heckenschere. Auch später sind sie nie vor der Schere sicher. Doppelte Spitzen oder quer wachsende Zweige müssen ab.
Schön grün: Die Bäumen brauchen Nährstoffe. Damit werden sie besonders schön grün. Wasser brauchen die Tannen nicht. Ihre langen Pfahlwurzeln finden auch im trockenen Sommer Wasser.
Snippen mit dem Fingernagel: Mit dem Fingernagel werden oben die jungen Seitentriebe abgeknipst. Jedes Jahr im Frühling, bei jedem Baum. Das nennt sich Snippen. So wird der Baum oben nicht zu breit.
Dreimal kneifen: Mit einer besonderen Zange wird jeder Baum im Frühling dreimal in die Spitze gekniffen. Dadurch wächst er langsamer und bekommt keinen langen, kahlen Hals.