SEIT 25 JAHREN IN FAMILIENHAND: CAFÉ KRÄMER FEIERT JUBILÄUM
EIN VIERTELJAHRHUNDERT IST VERGANGEN, SEIT WALTER KRÄMER AM 1. JANUAR 2000 DAS TRADITIONSREICHE CAFÉ KRÄMER IN WINTERBERG VON SEINEM VATER KARL-WILHELM KRÄMER ÜBERNOMMEN HAT.
Die Wurzeln des Cafés reichen tief: Das Gebäude wurde bereits 1870 erbaut und kam 1930 in den Besitz der Familie Krämer. Die Geschichte des Hauses an der Hagenstraße ist eng mit der Geschichte der Stadt verbunden. Wilhelm Krämer kaufte es 1930 und ließ es in den Folgejahren mehrfach renovieren. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Gebäude schwer beschädigt, später von den Amerikanern beschlagnahmt und erst 1951 wieder als Café eröffnet. Von 1951 bis 1959 trug es vorübergehend den Namen „Café Klupsch“, bevor es wieder als Café Krämer weitergeführt wurde. 1971 übernahm Karl-Wilhelm Krämer das Haus von seinem Vater. Ein Vierteljahrhundert nach der Übernahme durch Walter Krämer blickt das Café Krämer auf eine bewegte Geschichte zurück – eines ist geblieben: die Freude an gutem Handwerk und Gastfreundschaft.


Seither hat das Café viele Veränderungen erlebt – bauliche Herausforderungen, Kriegszeiten und Neuanfänge –, doch stets blieb es ein Ort der Begegnung und des Genusses. Walter Krämer setzte diese Geschichte fort und wagte direkt nach der Übernahme im Jahr 2000 einen umfassenden Umbau von Café und Kuchentheke. Dabei wurde das Interieur offener und einladender gestaltet, ohne den Charakter des Hauses zu verlieren. Besonders charmant sind die Sitzplätze am Fenster: Hier blicken Gäste direkt auf den Marktplatz – das Herz von Winterberg – und sitzen sozusagen mitten im Geschehen.


Die Philosophie von Café Krämer ist klar: Qualität, Tradition und Gastfreundschaft stehen an erster Stelle. Das handwerkliche Backen gehört zur Tradition. In einer Zeit, in der viele Bäckereien schließen mussten – früher gab es sieben in Winterberg, heute gehört Café Krämer zu den letzten ihrer Art. Die Rezepturen haben sich im Laufe der Jahre verändert, moderne Klassiker wie die frische Himbeer-Joghurt-Schnitte sind heute ebenso beliebt wie traditionelle Torten.
Ob langjährige Stammkunden oder neue Besucher – das Café ist ein Treffpunkt für alle Generationen. Besonders Familien fühlen sich hier wohl, was auch der allgemein familienfreundlichen Entwicklung Winterbergs zu verdanken ist. Das Team rund um Walter Krämer hat dabei immer ein Ziel: den Gästen ein herzliches Gefühl zu vermitteln und ihnen einen Ort zu bieten, an den sie gerne zurückkehren.
Auch als Ausbildungsbetrieb hat sich Café Krämer einen Namen gemacht. Seit der Gesch.ftsübernahme wurden sechs Bäcker, zwei Konditorinnen und drei Fachverkäuferinnen ausgebildet. Über 20 Schülerinnen haben im Service wertvolle Erfahrungen gesammelt. Was einst mit sieben Mitarbeitenden begann, ist heute ein Team aus 15 engagierten Kräften – ein deutliches Zeichen für die positive Entwicklung des Unternehmens.
Heute wie vor 25 Jahren steht das Café Krämer für gelebte Tradition, handwerkliche Qualität und Begegnung – und das Haus an der Hagenstraße bleibt auch künftig ein fester Teil der Winterberger Lebensqualität.
Text: Sandra Ritter Fotos: Steffi Rost