Matineekonzert mit Aeham Ahmad

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    Matineekonzert mit Aeham Ahmad
    Aeham Ahmad

    Beginnt in 12 Tage, 8 Stunden

    7. Mai 2017 11:00

    Kreishaus Olpe – Großer Saal

    Westfälische Straße 75, 57462 Olpe

    Preis

    Eintritt frei - Um eine SPende wird gebeten

    Die Dozenten der kommunalen Musikschule Olpe laden zum alljährlichen Konzert in den Großen Saal des Kreishauses ein. Diesmal in Form eines Benefizkonzerts zu Gunsten des „Klavierspielers aus Jarmuk“.

    Der als „Klavierspieler aus Jarmuk“ bekannte Pianist Aeham Ahmad steht diesmal im Mittelpunkt des Konzerts. Er war im Oktober 2015 als Heimatvertriebener in der hiesigen Kreissporthalle untergebracht und hatte in dieser Zeit in der städtischen Musikschule Olpe wieder seine erste Begegnung mit einem Flügel. Daraus entstand später die Idee der Musikschule und deren Fördervereins, mit und für ihn das Matineekonzert 2017 zu veranstalten.

    Aeham Ahmad – geboren im Jahr 1988 in Damaskus – gehört der palästinensischen Minderheit in Syrien an und lebte mit seiner Familie bis 2015 im Flüchtlingscamp Jarmuk, wo er durch öffentliche Auftritte als »Pianist in den Trümmern« bekannt wurde. Der Musiker spielte unter Lebensgefahr mit seinem Klavier auf einem Rollwagen in den Straßen Jarmuks, um durch das gemeinsame Musizieren den Menschen in seiner Heimat ein wenig Hoffnung und Freude zu schenken. Im Frühjahr 2015 verbrannten Islamisten aufgrund des dort verhängten Musikverbotes vor seinen Augen sein Instrument.

    Seit diesem Vorfall war sein Leben massiv bedroht. Aeham Ahmad flüchtete im August 2015 aus Syrien über die Türkei, Griechenland, Serbien, Kroatien und Österreich und erreichte München im September. Von dort wurde er schließlich, über Gießen, der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden zugeteilt. Er war gezwungen, seine Frau und seine beiden Söhne in Syrien zurückzulassen.

    Seit seiner Ankunft in Deutschland gab Aeham Ahmad unzählige Konzerte in verschiedenen deutschen Städten wie Berlin, Bonn, München, Leipzig, Köln und Stuttgart und begeisterte mit der Intensität und Virtuosität seiner Auftritte, bei denen er neben Beethoven und Mozart vor allem Eigenkompositionen und traditionelle Lieder spielte. In München trat er zusammen mit den Sportfreunden Stiller, Judith Holofernes und Herbert Grönemeyer beim »Stars-sagen-Danke-Konzert« für Flüchtlingshelferinnen und -helfer auf. In Köln spielte er bei einer Demonstration gegen sexuelle Gewalt.

    Im Dezember 2015 wurde Aeham Ahmad der erste Internationale Beethovenpreis für Menschenrechte in Anwesenheit der Pianistin Martha Argerich in der Bundeskunsthalle Bonn verliehen.

    Das Programm des Matineekonzerts je besteht zur Hälfte aus den kammermusikalischen Beiträgen der Musikschuldozenten sowie aus Kompositionen von Aeham Ahmad die er selbst interpretieren wird. Als verbindendes Element gibt es ein gemeinsam musiziertes Werk. Dabei hat Maurizio Quaremba im Vorfeld eigens eine syrische Komposition von Riad Al-Sumbati mit dem Titel „Longa Riad“ für die teilnehmenden Musiker im Kreishaus arrangiert.

    Der Förderverein der Musikschule lädt am Konzertende zu einem Sektempfang ein. Der Eintritt zu diesem Konzert ist wie üblich frei. Die Sammlung am Ausgang ist für den Künstler Aeham Ahmad bestimmt.

     

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