Ab Herbst ist Hermes Natursteine in Olsberg

Ein prüfender Blick wandert durch die Produktionshalle. Man kann förmlich beobachten, wie sich Stefan Hesse auf einem imaginären Zettel Notizen macht.
Noch ragen Anschlüsse aus dem Boden. Etliche Gewerke sind in dem modernen Gebäudekomplex unterwegs. Man hört es laut hämmern und bohren. Noch ist das Ganze eine Baustelle, in wenigen Wochen aber soll – Zum Hohlen Morgen 9 – im Gewerbe-gebiet in Olsberg das neue Zuhause von Hermes Natursteine sein. Ab Herbst wird Hermes Natursteine in Olsberg zu finden sein. Dort entsteht derzeit ein Neubau mit einer modernen Produktionshalle und Bürokomplex.


Ein Interview mit Dipl.-Ing. Stefan Hesse – Geschäftsführer von Hermes Natursteine zum Standortwechsel des Unternehmens.


Warum der Firmenumzug nach Olsberg?

Die räumlichen Gegebenheiten und Entwicklungsmöglichkeiten an unserem bisherigen Standort in Siedlinghausen entsprechen langfristig nicht mehr den Anforderungen eines modernen Produktionsbetriebs. Für unsere Fertigung benötigen wir ausreichend Fläche, um Maschinen, Arbeitsbereiche und Material effizient und sinnvoll anordnen zu können. Uns ist wichtig, klare Strukturen und optimierte Arbeitsabläufe zu schaffen – von der Lagerung der Rohmaterialien über die maschinelle Bearbeitung bis hin zur handwerklichen Feinbearbeitung sowie dem Warenausgang. Alle Prozesse sollen künftig optimal ineinandergreifen und ein stimmiges Gesamtkonzept bilden.


Ist das auch ein Grund für die räumliche Veränderung?

Wir möchten künftig verstärkt Kunden ansprechen, die Naturstein, Keramik und hochwertige Oberflächen nicht nur funktional betrachten, sondern auch als exklusives Design- und Lifestyleprodukt wahrnehmen. Dafür benötigen wir eine entsprechende optische und räumliche Ausrichtung, die an unserem jetzigen Standort in Siedlinghausen nur eingeschränkt möglich ist. Diese schaffen wir derzeit mit unseren neuen Räumlichkeiten im Gewerbegebiet – Zum Hohlen Morgen – in Olsberg.


Welche Produkte gehören zum Portfolio von Hermes Natursteine?

Klassisch ist der Steinmetz im Bereich der Sterbe- und Bestattungskultur zuhause. Das bleibt auch ein wichtiger Bereich unserer täglichen Arbeit. Dennoch ist eine Weiterentwicklung notwendig. Wir bieten darüber hinaus Küchenarbeitsplatten, Fensterbänke, Außenschwellen, Türanlagen, Waschbecken sowie Küchenbauten aus Keramik an. Nehmen wir nur mal das moderne Badezimmer, auch dort sind wir immer stärker vertreten. Der Anteil an Keramikprodukten ist deutlich größer geworden als noch vor einigen Jahren.

Der neue Komplex entsteht zurzeit noch. Wie können wir uns das Ganze vorstellen?

Wir haben zum einen neue großzügige Büroflächen geschaffen, das heißt wir haben Platz für Präsentationsmöglichkeiten. Hier können wir Naturstein, Keramik und Quarzkomposit entsprechend zeigen.

Auch Grabornamentik, wie Laternen, Kreuze und Vasen sollen eine ausreichende Fläche bekommen, so dass der Kunde sich einen guten Überblick über das Portfolio verschaffen kann. Die Ausstellung im Außenbereich mit den Grabsteinen wird dementsprechend aufbereitet und größer sein als bislang in Siedlinghausen. Zum anderen haben wir eine hochmoderne Produktionsfläche und der dritte große Vorteil ist der Standort an sich.





Was ist besonders an dem Standort in Olsberg?

Ein großer Vorteil ist die hervorragende Verkehrsanbindung und die zentrale Lage innerhalb der Region. Wir sind von Olsberg-Bigge aus genauso schnell in Winterberg, aber auch in Brilon oder über die Autobahn in Meschede. Von der Anbindung her sind wir hier optimal aufgestellt.Neben dem bisherigen Standort in Siedlinghausen gibt es ja auch noch ein Verkaufslokal in Brilon, das Anfang 2024 eröffnet wurde.

Es gibt ja auch ein Beratungsbüro in Brilon. Das bleibt?

Das Büro in Brilon bleibt bestehen. Wir freuen uns, dass die Möglichkeit, sich auch dort über unsere Produkte zu informieren, immer besser angenommen wird. Nur der Standort in Siedlinghausen wird nach dem Umzug nach Olsberg komplett aufgelöst.


Aktuell sind acht Mitarbeiter im Unternehmen. Wie stehen die zum Umzug?

Das gesamte Team fiebert wie dem Umzug euphorisch entgegen. Wir hoffen auch, dass der neue Standort mögliche neue Mitarbeiter anspricht. Steinmetze werden gebraucht und wir wollen unser Team weiter aufbauen, das komplette Unternehmen soll perspektivisch weiterwachsen.

Der Neubau in Olsberg ist ein Großprojekt. Da wird einerseits sehr viel Geld investiert, aber auch Zeit, oder?

Ja, die Feiertage in den letzten Wochen konnten wir weniger genießen. Jede freie Minute wird am Bau investiert. Hierbei zieht das gesamte Team an einem Strang. Anders wäre es in einer Bauzeit wie wir sie vorlegen nicht möglich.
Einige Dinge werden von uns in Eigenleistung erledigt, wie zum Beispiel die komplette Elektrik und auch die Wassertechnik. Viele Vorbereitungen machen wir selbst und natürlich wird auch immer wieder saubergemacht und die Baustelle aufgeräumt.


Gibt es einen konkreten Zeitpunkt für den Umzug?

Wir haben ein Datum im Kopf, wann wir hier die Arbeit in Olsberg aufnehmen wollen. Allerdings wissen wir auch, dass immer etwas dazwischenkommen kann. Wir hatten zuletzt noch einen Wassereinbruch, der uns zeitlich etwas zurückgeworfen hat. Der Boden muss trocken sein, damit wir beispielsweise Fliesen verlegen können. Deshalb sprechen wir aktuell von „Herbst“, das ist realistisch. Später in diesem Jahr werden wir dann auch noch eine offizielle Eröffnung feiern.