AUF DEN SPUREN DER HEIMISCHEN BERGBAUGESCHICHTE
WUSSTET IHR, DASS DAS SAUERLAND EINE LANGE TRADITION IM BERGBAU HAT?
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Tief unter den grünen Hügeln und stillen Wäldern verbirgt sich eine jahrhundertealte Geschichte harter Arbeit, technischer Raffinesse und wirtschaftlicher Bedeutung. Der Bergbau prägte nicht nur die Landschaft, sondern auch das Leben der Menschen – ihre Dörfer und ihre Kultur. Noch heute zeugen Stollen, Halden und ehemalige Zechensiedlungen von dieser bewegten Vergangenheit und laden Besucher dazu ein, in die unterirdischen Geheimnisse des Sauerlands einzutauchen. Wir haben ein paar der spannendsten Ziele für euch herausgesucht:
SAUERLÄNDER BESUCHERBERGWERK
Der wohl bekannteste Zeitzeuge der heimischen Bergbautradition im Sauerland ist das Sauerländer Besucherbergwerk in Ramsbeck. Hier wird die harte Arbeit der Kumpel lebendig, wenn es heißt: Helm auf und mit der originalen Grubenbahn tief unter Tage in den dunklen Eickhoffstollen. Und dort geht es beeindruckend weiter. Die Ausstellung im denkmalgeschützten Kauengebäude erzählt den Besuchern noch mehr von der Welt der Bergleute und so wird der Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis.
SCHWERPATMUSEUM DREISLAR
Das ehrenamtlich betriebene Museum ist eines der besonderen Art: Geräusche, Bilder, Farben und Lichter ermöglichen das Eintauchen in den Sauerländer Bergbau und die Gesteinskunde. Hier geht es auf eine Entdeckungsreise zu den faszinierenden Kristallen aus der Unterwelt. Im nachgebauten Schaustollen kann man die Bergwerksatmosphäre der 230-jährigen Bergbaugeschichte Dreislars spüren, während Audioguides wissenswerte Infos vermitteln.
SELLINGHAUSER BERGMANNSPFAD
Der 6,7 Kilometer lange Rundweg ist ein echter Zeitzeuge vergangener Tage. Denn er verläuft größtenteils auf Pfaden, die über 100 Jahre hinweg von Sauerländer Bergleuten auf ihrem Weg zur Schiefergrube Felicitas in Heiminghausen gingen. Unterwegs gibt es spannende Einblicke kombiniert mit idyllischer Natur.
PHILIPPSTOLLEN OLSBERG
Am Südhang des „Briloner Eisenberges“ bei Olsberg wurden im Laufe des 18. Jahrhunderts insgesamt vier Stollen aufgefahren, um an die mächtigen Eisenerzvorkommen im Inneren zu gelangen. Einer dieser Stollen, der Philippstollen, ist heute für Besucher zugänglich und bietet den Besuchern Einblicke in längst vergessene Zeiten. Erfahrene Bergwerksführer begleiten Gäste bei ihrem Abenteuer unter Tage und erklären, unter welchen Bedingungen die Bergarbeiter vom 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts ihre schwere Arbeit taten.
SCHIEFERBERGBAU- UND HEIMATMUSEUM HOLTHAUSEN
Das kleine aber feine Museum im Schmallenberger Ortsteil präsentiert es auf rund 2.500 Quadratmetern vielfältige Ausstellungen rund um den traditionellen Schieferabbau, die regionale Volkskunde und die Entwicklung von Handwerk und Industrie. Besonders eindrucksvollist der originalgetreu nachgebaute Stollen, der Besuchern ein authentisches Bild vom Arbeitsalltag unter Tage vermittelt. Neben geologischen und bergbaulichen Themen werden auch Aspekte wie Jagd, Waldwirtschaft, religiöse Geschichte und sogar Hexenverfolgungen aufgegriffen.



Text: Ralf Hermann