Die Lust aufs Land steigt – und Südwestfalen bringt sich in Position

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Eine aktuelle Befragung zeigt: Südwestfalen punktet mit tollen Arbeitgebern und Natur. Attraktive Jobangebote, sowie Familie und Freunde locken Interessierte in die Region – das will Südwestfalen nutzen (Foto: Sauerland Tourismus / Klaus-Peter Kappest)
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Wie zufrieden sind die Bewohner*innen ländlicher Regionen mit ihrer Heimat? Warum ziehen Menschen in die Region? Und welche Veränderungen hat die Corona-Pandemie gebracht? Um Fragen wie diese ging es in einer Befragung, die Südwestfalen mit sechs weiteren wirtschaftsstarken und ländlichen Regionen im Rahmen des Projekts „Starke Regionen“ im Frühjahr gestartet hatte. Fast 2000 Menschen nahmen an der Umfrage teil, ein Viertel stammte aus Südwestfalen.

Die nicht-repräsentative Umfrage wurde von Anfang März bis Anfang April 2021 zeitgleich in allen Regionen durchgeführt. Nun liegen die Ergebnisse vor und belegen: Die Menschen empfinden ihre Heimat als Wohlfühl-Orte – und stellen bei Freunden und Bekannten aus Großstädten fest, dass der Wunsch zum Leben auf dem Land während Corona merklich wuchs…

Freude und Familie locken Menschen nach Südwestfalen

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Die Umfrage zeigt uns, dass wir in Südwestfalen beste Chancen haben, Menschen für die Region und ihre Arbeitgeber zu
begeistern”, sagte Marie Ting, Leiterin des Regionalmarketings Südwestfalen bei der Südwestfalen Agentur.
(Foto: Michael Bahr)

Was die Befragung auch zeigte: In Südwestfalen sind Job und Familie die stärksten Zuzugsgründe. Gleichzeitig wurde deutlich: Ländliche Räume können Menschen auch ohne persönliche Kontakte für sich begeistern. Schließlich zog jede*r zweite Befragte in die Region, ohne vorher Familie oder Freunde hier zu haben. „Regionalmarketing über starke Job- und Wohnangebote kann also funktionieren. Gleichzeitig steckt riesiges Potenzial in der Idee, dass die Menschen aus der Region die wichtigsten Botschafter sind“, erklärte Marie Ting, Leiterin des Regionalmarketings Südwestfalen bei der Südwestfalen Agentur. „Über persönliche Kontakte fanden die meisten Befragten ihre Arbeitsstelle. Das ist eine Schlüsselerkenntnis für die Unternehmen der Region: Ist eine Stelle unbesetzt oder frei, müssen das alle Mitarbeiter*innen im Betrieb wissen, um in ihrem privaten Umfeld darüber sprechen zu können.“

Es lohnt sich, das Thema “Willkommen in Südwestfalen” weiter zu vertiefen und die Service-Strukturen der Region kontinuierlich auszubauen. Denn: Jede fünfte zugezogene Person gab in der Umfrage an, sich mehr Unterstützung beim Ankommen gewünscht zu haben. Hier setzt das Regionalmarketing-Projekt „Heimvorteil HSK“ als zentrale Anlaufstation für Rückkehrwillige ins Sauerland bereits an und bietet Chancen zur Ausweitung. Zudem arbeitet die Südwestfalen Agentur im Projekt „PERSPEKTIVE 2.0“ mit inzwischen 40 Kommunen der Region am Willkommen-Heißen ­– und denkt derzeit über Ausbau-Optionen nach.

Arbeitsinhalte zählen bei Jobwahl – Natur in Südwestfalen großes Plus

Was sich zudem mit Blick auf die Arbeitgeber zeigte: “Weiche” Faktoren als ausschlaggebendes Kriterium bei der Job-Wahl stehen deutlich vor dem Thema Gehalt. Was zählt sind vor allem die Arbeitsinhalte, die Kultur des Unternehmens sowie die Work-Life-Balance – hier kann Südwestfalen mit den vielen kleinen, mittelständisch geprägten Unternehmen der Region also durchaus punkten.

Bei der Auswahl des konkreten Wohnortes spielten die Aspekte “Sicherheit und Ruhe“ sowie “Natur und Landschaft“ für die Befragten bundesweit die wichtigste Rolle. Auffällig: Die Teilnehmenden aus Südwestfalen hoben zudem die Punkte „Outdoor“ und „Vereinsleben“ stark hervor. Und: In Südwestfalen wird die Naturkulisse noch deutlich stärker als Qualitätsmerkmal geschätzt, als in den Vergleichsregionen: Rund zwei Drittel schätzen an Südwestfalen vor allem die besondere Natur. „Diese Ergebnisse bestärken uns darin, im Regionalmarketing auf die Kombination aus toller Natur und beruflichen Perspektiven aufmerksam zu machen“, erklärte Ting.

Lebensqualität: Einmal Südwestfalen, immer Südwestfalen

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Gemeinsam mit sechs weiteren starken ländlichen Regionen arbeitet Südwestfalen im Bundesmodellvorhaben “Starke Regionen”. Von März bis April 2021 führten alle Regionen zeitgleich eine Umfrage zur Attraktivität ländlicher Regionen als Orte zum Leben und Arbeiten durch.

Verbesserungsbedarf sehen die Befragten vor allen Dingen in den Bereichen Breitband, Mobilfunk, Mobilität und Infrastruktur. Dennoch gehen knapp 90 Prozent aller Befragten davon aus, auch in zehn Jahren noch “sehr wahrscheinlich” oder “wahrscheinlich” in ihrer jetzigen Region zu leben. „Starke ländliche Räume sind Wohlfühlregionen. In Südwestfalen sind die Menschen sogar noch zufriedener mit ihrem Wohnort als in anderen Regionen. Spannend finden wir: Sie möchten diesen auch dann nicht ändern, wenn dies durch flexibles Arbeiten noch besser möglich wäre – und das unabhängig vom Familienstand“, blickte Ting in die Umfrageergebnisse. „Für uns bedeutet das, dass wir beste Chancen haben, Menschen für die Region und ihre Arbeitgeber zu begeistern. Verstärkte Home-Office-Angebote und flexibles Arbeiten ermöglichen es zudem perspektivisch, nach Südwestfalen zu ziehen und dennoch beim alten Arbeitgeber zu bleiben; oder in Südwestfalen eine neue Stelle anzufangen und an anderer Stelle zu leben.“

Veränderungen im Zuge der Pandemie – Lust aufs Landleben gestiegen

Corona hat bei den Befragten nicht nur persönlich viel verändert: Bei gut der Hälfte der Befragten hat sich die Situation am Arbeitsplatz verändert, womit die Mehrheit der Befragten auch “sehr zufrieden” oder “zufrieden” ist. Sondern auch in ihrem persönlichen Umfeld nehmen knapp 80 Prozent der Befragten eine Entwicklung wahr: So sei bei Freunden und Bekannten, die in Großstädten leben, der Wunsch nach einem „Leben auf dem Land“ spürbar gestiegen. „Uns bestärkt das darin, Menschen in benachbarten Großstädten das attraktive ‚Paket‘ Südwestfalen gezielt vorzustellen. Dafür bereiten wir gerade verschiedene Kampagnen vor“, erklärte Ting. „Dazu passt es gut, dass die Region selbst nicht stillsteht und mit der REGIONALE 2025 oder Formaten wie dem ‚Summer of Pioneers‘ spannende Leuchtturm-Projekte schafft, die Magnet-Wirkung haben.“

Hintergrund „Starke Regionen“:

Die Umfrage ist als ein Baustein im Rahmen des Projekts „Strategische Kooperationsregionen in ländlichen Räumen“ entstanden. Dafür wurden sieben Regionen ausgewählt: Vorpommern, Ems-Achse, Nordthüringen, Koblenz-Mittelrhein, Vierländerregion Bodensee, Allgäu und Südwestfalen. Sie untersuchen, welchen spezifischen Herausforderungen ländliche Regionen gegenüberstehen und welche Faktoren bei der Entwicklung von Handlungsansätzen und Lösungsstrategien maßgeblich sind. Förderliche Organisationsstrukturen und Akteurskonstellationen sollen identifiziert und zentrale Erfolgsfaktoren anderen Nachahmer-Regionen zugänglich und nutzbar gemacht werden. Das Projekt wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Landwirtschaft und Ernährung (BMEL) im Rahmen des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung (BULE) gefördert. 
www.starke-regionen.de

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