Rehringhauser sind Lieblinge des Publikums

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Musikverein Rehringhausen begeistert Publikum bei Jahreskonzert

Für ihren Einfallsreichtum und ihre Spielfreude sind die Rehringhauser Musiker schon länger bekannt. Mit ihrem Konzert „Unsere Lieblinge“ sorgten sie in der ausverkauften Altenkleusheimer Dorfgemeinschaftshalle wieder für beste Unterhaltung und neue Ideen. Das Konzertprogramm wurde dieses Mal von Dirigent Christoph Scheppe in die Hände seiner Musiker gelegt. Jedes Register durfte sich im Vorfeld ein Lieblingsstück seiner Wahl aussuchen. So präsentierten die 54 Musiker und Musikerinnen ihrem Publikum die ganze Spannbreite ihres Könnens. Starten durften die Bassisten, die sich den Blasmusikklassiker La Storia ausgesucht hatten. Sie luden die Gäste dazu ein, sich in ihren Köpfen die Bilder zur imaginären Filmmusik vorzustellen. Überhaupt wurde an diesem Abend auf die klassische Konzertmoderation verzichtet. In verschiedensten, sehr kurzweiligen Videoeinspielern stellten die einzelnen Stimmen ihr Stück vor und begründeten auch ihre Wahl. So wollten die Hörner mit dem zweiten Stück des Abends zeigen, dass ein Horn heute mehr ist als ein stiller Begleiter für die anderen Register.

Im Video bereitete Nachwuchsmusiker Michael Dettmer, der zum ersten Mal auf der Bühne stand, seine Hornkollegen Jürgen Krampe, Dominik Hirschberg und Andreas Püttmann als Professor auf deren Solo vor. Diese meisterten ihr Solo „Hornfestival“ dann auch mit Bravour. Gewohnt selbstbewusst inszenierten sich die Trompeten als Freiheitskämpfer, die nach der Schlacht den Sieg davontragen. Beim dazugehörigen Stück „Tirol 1809“ zeigten die Rehringhauser ihr ganzes Können und begeisterten die Zuhörer. Ebenso rief das Stück der Schlagzeuger, „Children of Sanchez“, Begeisterung hervor. Hier zeigten vor allem die Schlagzeuger Rhythmusgefühl und das tiefe Blech seine Zungenfertigkeit. Vor der Pause wünschten sich die Flügelhörner John Miles‘ „Music“. Die darin beschriebene Liebe zur Musik nannten die Blechbläser als Begründung ihrer Auswahl.

Einen Marsch spielten die Musikanten nach der Pause auf. Mit „Abel Tasman“ frönten die Baritone und Tenorhörner ihrer Liebe zur Marschmusik. Etabliert haben sich schon lange Filmmusiken. Daher verwundert es nicht, dass die Saxophone mit „Fluch der Karibik“ die entsprechende Musik auf die Altenkleusheimer Bühne wählten. Ein Stück, das auch bei den Flöten hoch im Kurs stand, so diese in ihrem anschließenden Video. Sie mussten sich notgedrungen für etwas anderes entscheiden und wählten mit „The Cream Of Clapton“ einen Titel, der ihnen „gut in den Fingern liegt“ und den zwei von ihnen es auf ihren ersten Konzert gespielt haben.

Das erste Konzert war es an diesem Abend auch für die Nachwuchsmusiker Franz und Alfred Nies auf dem Schlagzeug sowie für ihre Schwester Mia bei den Klarinetten. Hier durfte Mia auch beim Kurzfilm ihres Registers ihr schauspielerisches Talent zum Vorschein bringen. Als Vampire verkleidet spielten die Holzbläser die Geschichte zum Musical „Tanz der Vampire“ nach. Das Video zeigte, dass der Ort Rehringhausen manch verwunschenen Ort zu bieten hat. Im Anschluss wählten die Posaunen aufgrund ihrer Liebe zum Schützenfest einen „Stimmungsmacher“.

Beim Stück „Das Beste von Wolfgang Petry“ wurde Posaunist Peter Vitt zum Gesangssolisten und entfachte ein Stimmungsfeuer im Publikum. Dieses sang auch beim darauffolgenden Stück kräftig mit. So erschallten Skandal im Sperrbezirk, Ohne dich schlaf ich heut Nacht nicht ein, 1001 Nacht und Sternenhimmel. Alle vereint im Stück „80er Kult-Tour“, welches sich Dirigent Christoph Scheppe wünschte. Er zeigte in seinem Video Bilder der Musiker aus den 80er-Jahren, die damals schon lebten. Lebhaft wurde es beim finalen Wunsch der Oboe. Oboistin Angelina Alfes nahm das Motto des Schnapsherstellers „Berliner Luft“ wörtlich und stieß mit ihren Mit-Musikern mit selbigem Getränk auf gleichnamigen Marsch an.

Nachdem die Zuschauer durch lang anhaltenden Applaus ihr Gefallen an einem grandiosen Konzertabend zeigten, wurde es Zeit für ihre Wünsche. In der Pause waren sie nämlich aufgerufen aus neun Stücken ihre beiden Lieblinge zu wählen. Diesen Wunsch erfüllten die Rehringhauser gerne und servierten einem begeistertem Publikum zum Ende die Polka „Böhmischer Traum“ und das irische Stück „Highland Cathedral“. Nach dem Konzert freuten sich die Musiker über die durchweg positive Ressonanz und die guten Gespräche bei der Nachbesprechung mit manch „kühlem Liebling“.

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