Jazz-Musiker Frederik Köster und sein neues Album über die Heimat

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Portrait of Frederik Köster , Bremen 22.04.2016

Frederik Köster ist in der Jazz-Szene ein bekannter Star. Am 12. Januar hat er sein neues Album „Homeward Bound Suite“ herausgebracht, in dem er seine – und zugleich unsere – Heimat zum Thema macht. Auf seiner dazugehörigen Tournee kommt er am 20. Januar um 20:00 Uhr auch nach Arnsberg in die Kulturschmiede. Wir haben Ihn vorab zu seinem neuen Album interviewt und ihn gefragt, wie er es mit seiner Heimat in Verbindung gebracht hat.

Herr Köster, sie kommen ursprünglich aus dem Sauerland, leben aber nun schon seit gut 15 Jahren in Köln. Kommen Sie oft in Ihre Heimat zurück? 

Ja, relativ oft. Ich bin nicht nur zu den Feiertagen hier, sondern habe so ein paar bestimmte Rituale, die ich alljährlich unternehme: So mache ich zum Beispiel jeden Sommer ein paar Tage lang eine Radtour mit meinem Vater. Wir sind schon mal den Ruhrtal Radweg von Winterberg nach Duisburg gefahren. Aber ich bin auch sonst noch oft da, meine Familie lebt hier und noch einige Freunde, ich hab noch Verbindungen zu meinem alten Blasorchester, wo ich früher gespielt habe. Das alljährliche Kartoffelbraten darf auch nicht fehlen. Deshalb bin ich bestimmt mindestens 5-6 mal im Jahr im Sauerland.

Was glauben Sie, halten die Sauerländer von Jazz-Musik?

Ich glaube, die halten nicht mehr oder nicht weniger davon, als die Leute woanders. Es ist auch gar nicht so wichtig darüber nachzudenken, ob das jetzt Jazz ist, was ich mache. Sondern dass es einfach Musik ist, auf die man sich einlassen kann. Es kommt darauf an, wie offen die Leute sind und wenn man die Sauerländer kennenlernt, sind sie sehr offene Menschen. Und gerade solche Musik kann man auch sehr gut im Konzert erfahren. Ich empfehle jedem Einsteiger, einfach mal in ein Konzert zu gehen – das ist oft super interessant, wie die Leute dort kommunizieren und interagieren. Mein aktuelles Album hab ich mit einem Orchester aufgenommen, das heißt da verschmelzen verschiedene Stile miteinander. Ich gelte zwar in der Regel als Jazz Musiker, aber ich sehe mich generell eher als Musiker, der auch mit klassischer Musik oder mit Pop Musik aufgewachsen ist und damit arbeitet.

Gibt es etwas bestimmtes, was Sie mit Ihrer Musik erreichen möchten?

Als Musiker arbeitet man an Orten, wo Leute hinkommen, um sich zu entspannen. Deshalb ist für mich das Schönste, wenn man auf Konzerten ist und sieht, wie Leute ihre Augen zu machen und in eine andere Welt abtauchen. Wie sie sich fallen lassen und sich total gegenüber dem, was man macht, öffnen. Dass ist das, was ich erreichen will: Die Leute aus ihrem Alltag herausholen und dafür sorgen, dass sie eine gute Zeit haben. Das macht mich natürlich auch glücklich, also eine gute Win-Win-Situation für beide Seiten.

 

Jazz-Musiker Frederik Köster und sein neues Album über die Heimat - sundern, region, region-arnsberg-sundern, arnsbergAm 20. Januar treten Sie in Arnsberg in der Kulturschmiede auf; sind noch weitere Termine in Ihrer Heimat geplant oder ist das momentan der einzige?

Momentan sind wir ja gerade bei diesem ersten Tourabschnitt, der uns durch viele Städte in NRW führt. Wir fangen in Köln an, dann spielen wir in Hagen, das ist ja sozusagen schon das Tor zum Sauerland. Übrigens gibt es aktuell nur zwei Chancen, die Musik des Albums live mit Orchester zu hören, so, wie sie auch auf der Platte ist: einmal am 18. Januar in Hagen und am 17. Mai in Osnabrück – ansonsten spielen wir nur im Quartett zu viert. Dann spielen wir noch in Dortmund am 24. Januar, da kommt man aus dem Sauerland auch sehr gut hin. Es ist natürlich auch für später im Jahr noch etwas geplant, aber das ist noch nicht spruchreif.

Weitere Fragen darüber, was Heimat eigentlich für Ihn bedeutet und wie man Heimat und Musik seiner Meinung nach verbinden kann, beantwortet Frederik Köster in unserer kommenden Print Ausgabe, die Ende März erscheinen wird!

Ihr wollt Karten gewinnen für das Konzert am Samstag, 20. Januar in der Kulturschmiede in Arnsberg? Dann schaut auf unserer Facebook Seite und nehmt am Gewinnspiel teil!

 

 

Das Interview führte Julia Bankstahl

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