Von Rita Maurer

Winterberg. 188 Jahre wird sie in diesem Jahr alt, doch müde ist sie kein bisschen: Die Winterberger Kirmes, die zuverlässig immer am dritten August-Wochenende stattfindet, ist fester Bestandteil im Kalender von vielen Jahrmarkt-Fans aus der näheren und weiteren Region. Angefangen hat alles im Jahr 1829 mit einem Viehmarkt für die Bauern, auf dem vom Huhn bis zum Bullen und Arbeitspferd alles ausgehandelt wurde.

Mit Viehmarkt und "Hau den Lukas" hat es angefangen - winterberg, region, region-wi-me-ha, medebach, hallenberg, ausflugstipps
Foto: Rita Maurer

Über die Jahre kamen Händler mit Verpflegungsständen dazu, später dann nützliche Waren für Haus und Hof.

Die ersten reinen Spaß-Attraktionen für kleine und große Besucher waren Bälle werfen und „Hau den Lukas“, wie Joachim Sögtrop als zuständiger Marktmeister der Stadt Winterberg weiß. Aus diesen Ursprüngen ist mittlerweile ein großer Jahrmarkt mit über 100 Ausstellern und rund 23.000 Quadratmetern Festfläche geworden. Und ein Bällewurfstand sowie „Hau den Lukas“ ist noch immer dabei!

Rund 100 Aussteller auf 23.000 Quadratmetern

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Vom 18. bis 21. August verwandeln sich der große Stellplatz in der Nähe des St. Franziskus-Krankenhauses und die anliegenden Straßen „Am Rad“ und „Schulstraße“ wieder in eine schillernde Meile aus Fahrgeschäften, Krambuden und kulinarischen Ständen.

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Viele Buden und Karussells finden sich wie gute alte Bekannte an der gleichen Stelle wieder wie schon Jahre vorher. Über Kinderkarussell, Auto-Scooter, die Geisterbahn und die beliebten Treffpunkten wie VfR-Zelt, landwirtschaftlicher Schoppen oder Cramers Zelt bis hin zu kleinen Kramständen mit Gewürzen, Schmuck, Lederwaren  oder nützlichen Haushaltshelfern – alles das, was das Flair einer Kirmes ausmacht, ist in Winterberg zu finden.

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Und auch das ist schon eine zuverlässige Tradition: Jedes Mal bietet die Kirmes ein ganz besonders spektakuläres Fahrgeschäft an. Hoch, weit, rasant und atemberaubend wird es deshalb in diesem Jahr mit „Jekyll & Hyde“ – eine Art riesiger Uhrzeiger, der seine mutigen Fahrgäste 40 Meter in die Höhe fährt und mit bis zu 125 Stundenkilometern kreisen lässt! Ein Riesen-Spaß also ganz sicher auch für die schadenfrohen Zuschauer mit festem Boden unter den Füßen!

Busse pendeln und bringen Kirmes-Besucher nach Hause

Böse Zungen behaupten ja nicht ganz zu Unrecht, dass mit der Winterberger Kirmes der Herbst beginnt. In den letzten Jahren hatte Petrus jedoch ein Einsehen und bescherte bestes Wetter mit lauen Spätsommerabenden, so dass sich an den vier Kirmestagen an die 30.000 Besucher über den Rummel schoben und bis in die späte Nacht draußen feiern konnten. Ein extra eingerichteter Bus-Pendelverkehr in alle Winterberger Ortsteile sowie bis nach Schmallenberg und Medebach sorgt samstagabends für den sicheren Hin- und Rückweg.

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Einen Wermutstropfen gibt es dieses Jahr jedoch: Zum ersten Mal kann die Tierschau, aus der die Kirmestradition seinerzeit ja hervorgegangen ist und die am Montagvormittag stets viele Fachleute und tierbegeisterte Zuschauer nach Winterberg lockte, nicht mehr stattfinden. Grund: Es haben sich im Vorfeld nicht mehr genug Landwirte gefunden, die bereit sind, mitten während der Erntezeit die aufwändigen Vorbereitungen ihrer Kühe, Pferde, Ziegen und Esel für eine Tierschau auf sich zu nehmen. Die Zahl der Teilnehmer war ohnehin in den letzten Jahren stark zurückgegangen, so dass der Landwirtschaftliche Stadtverband und der Reitverein Winterberg als Ausrichter beschlossen haben, in diesem Jahr keine Tierschau durchzuführen. Ob es im nächsten Jahr eine Neuauflage geben wird, ist noch offen.

Das Programm:

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· Freitag, 18. August, ab 17.30 Uhr Eröffnungsständchen des Drehorgel-Orchesters am VfR-Zelt, 18 Uhr offizieller Fassanstich und Eröffnung, anschließend 30 Minuten Freifahrten auf allen Fahrgeschäften;

· Samstag und Sonntag, 19. und 20. August, jeweils ab 14 Uhr Kirmestrubel bis in die Nacht;

· Montag ab 11 Uhr Öffnung der Stände, 21.30 Uhr großes Abschlussfeuerwerk

 

 

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