Zwischen Heimatliebe und Fernweh – warum es gut ist, die perfekte Balance zu finden

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HEIMATLIEBE-Magazin - Nachrichten & Geschichten aus dem Sauerland
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Viele junge Menschen stehen vor allem nach dem Schul- oder Studienabschluss vor der Frage: Wie geht es weiter? Was fange ich mit meinem Leben an? Die einen entscheiden sich dafür, ein Jahr im Ausland zu verbringen. Sie wollen einfach mal raus, die Welt entdecken, weg von der alt bekannten Heimat, wo man jeden kennt und von jedem gekannt wird. Am besten auf einen anderen Kontinent, wie Amerika oder Australien. Eigene Erfahrungen machen, ohne Eltern und dabei neue Leute kennenlernen. Den anderen genügt die nächst gelegene Großstadt, so kommen sie auch weg von zu Hause, können aber jederzeit wieder zu Besuch zurückkehren, wenn ihnen die Heimat fehlt. Und dann gibt es noch die, die das eigene zu Hause nicht verlassen wollen. Denen es reicht, einmal im Jahr zwei Wochen in den Urlaub zu fahren.

Alle haben eins gemeinsam: Sie lieben ihre Heimat, egal, wo sie auch sein mag. Und sie kommen gerne wieder zurück. Nicht nur wegen ihrer Familie und ihren Freunden. Dort sind vertraute Gerüche und Orte, mit denen man wertvolle Erinnerungen verbindet.

Und sollte man dann wieder unterwegs sein, haben viele ein Stück Heimat im Gepäck: Sei es ein Stofftier, ein Glücksbringer oder nur ein Foto. Kaum einer geht mit leeren Händen aus dem Haus, wenn er Fernweh hat und auf Reisen geht.

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Fernweh beschreibt die Sehnsucht der Menschen, vertraute Verhältnisse zu verlassen und neue Orte kennenzulernen. Viele wollen aber auch einfach mal raus aus dem Alltag, um auf andere Gedanken zu kommen. Und das ist auch gut so: Studien haben ergeben, dass Reisen gut für die Gesundheit ist. Man entdeckt neue Länder und Orte, lernt neue Leute kennen. Reisende erweitern ihren Horizont und können die Sicht auf bestimmte Dinge verändern. Kommt man mit anderen Kulturen und Werten in Kontakt, bezieht man die Erfahrungen, die man macht, auf sich selbst und versucht, sie in sein Leben zu integrieren. Kommt man wieder nach Hause, ist man aufgeschlossener gegenüber Neuem und wird gelassener in Bezug auf die Risiken und kleinen Alltagssorgen.

Aber auch zu Hause kann man neue Erfahrungen sammeln, auch dort gibt es so viel zu entdecken: Recherchiert man aus der Sicht eines Touristen über seinen Heimatort, stellt man fest, dass man vieles selbst noch gar nicht kennt oder unternommen hat. Wenn also wieder mal das Geld nicht reicht, um in die große, weite Welt zu ziehen, kann man auch ganz einfach auf Entdeckungstour bei sich zu Hause gehen – und die eigene Heimat mit anderen Augen sehen und lieben lernen.

Heimatliebe beschreibt die Verbundenheit zu Orten und Menschen, die man liebt. Die bereits erwähnten vertrauten Verhältnisse, bei denen man sich wohl fühlt. Heimat muss etwas besonderes sein. Man sucht sich die einzigartigen Merkmale raus und greift diese auf, wenn man in der Ferne über seine Heimat berichtet. Dadurch entsteht ein Gefühl des „zu Hause seins“, eine Identifikation mit der Gegend, den Leuten, den Gewohnheiten. Es ist das Gefühl, dass einem die Region, der man angehört, Wurzeln und Geborgenheit gibt.

Aber ohne Fernweh, ohne die Erfahrungen, die man beim Reisen macht, ohne neue Orte und Menschen, die man kennenlernt, würde sich dieses Gefühl nicht entwickeln können. Erst durch das Kennenlernen neuer, fremder Traditionen und Kulturen beginnt man, diese mit seinen bisherigen Erfahrungen und eigenen Traditionen zu vergleichen. Dadurch erst kann eine Liebe zur Heimat entstehen und gleichzeitig kann dabei gefördert werden, neue Werte einzupflegen, neue Dinge auszuprobieren und dabei offener gegenüber anderen Menschen und Kulturen zu werden.

Durch die Erfahrungen beim Reisen kann Heimatliebe entstehen. Und aus der Heimatliebe heraus kann sich Fernweh entwickeln.

Text: Julia Bankstahl

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